Paulina Ołowska
Mokosh and Friends (2023)

Daten
20.9.2024–16.2.2025

Details
Öl auf Leinwand, 220 × 336 cm

Ort
Neue Galerie Graz, Graz

Teil von
Horror Patriae: Ausstellung

Produktionsangaben
© Paulina Ołowska, mit freundlicher Genehmigung der Pace Gallery

Die Welt von Paulina Ołowska ist magisch und furchterregend zugleich. In ihren großformatigen Gemälden inszeniert die Künstlerin Göttinnen und Dämoninnen in den Sümpfen, Kiefernwäldern und Flüssen Polens als Teil ihrer Auseinandersetzung mit der slawischen Folklore und der politischen und sozialen Geschichte Osteuropas. Dabei verwendet sie Konventionen der Modefotografie, um den Gesten und Posen, die dem weiblichen Körper vorgeschrieben werden, eine neue Bedeutung zu verleihen.

Während patriarchalische Traditionen und neoslawische Mythen im heutigen Polen erfolgreich vermarktet werden, verfolgt Ołowska mit ihrer Arbeit ein subversives Ziel. Sie macht sich die dämonische Seite der Volkskultur zunutze und erforscht die Welt der Sumpfdämoninnen, der mamunas und dziwożonas, was wortwörtlich „seltsame Frauen“ bedeutet. Sie gelten als monströse und unheimliche Kreaturen: untote Hebammen, unverheiratete Frauen und verlassene Kinder, die die Bevölkerung terrorisieren. Ołowska denkt diese Wesen neu als Beschützer:innen, indem sie sie mit der Muttergöttin Mokosh verbindet und so eine mögliche matriarchalische Schicht in der slawischen Mythologie freilegt, die dem vorherrschenden katholischen Patriarchat entgegensteht.

Retrospektive
Retrospektive
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