Ingo Niermann und Erik Niedling
Walder (2023) / Eigner (2024)
Auftragswerk
Walder, mit freundlicher Genehmigung der Künstler und EXILE, Wien
Daten
20.9.2024–16.2.2025
Details
Walder (2023)
4K-Video, Stereoton, 7:26 min
Eigner (2024)
4K-Video, Stereoton, 7:31 min
Ort
Neue Galerie Graz, Graz
Teil von
Horror Patriae: Ausstellung
Produktionsangaben
Walder (2023)
Mit freundlicher Genehmigung von EXILE, Wien
Eigner (2024)
In Auftrag gegeben von steirischer herbst ʼ24
Koproduziert von steirischer herbst ʼ24 und Dokumentationszentrum Thüringen
Mit freundlicher Unterstützung der Schweizerischen Botschaft in Österreich
Deutschland ist aktuell gespalten zwischen einer populistischen Rückkehr zum Nationalismus und einer neoliberalen Elite, die die Erinnerung an den Holocaust instrumentalisiert. Das Video-Diptychon von Ingo Niermann und Erik Niedling erkundet Wege, sich beiden Kräften zu entziehen.
Im ersten Film, Walder, versucht ein weißer Deutscher, sich von jeglichem Kollektivismus zu befreien und als sein eigener Herr neu zu erfinden. Er bezieht sich auf den Deutschen Idealismus des 19. Jahrhunderts und seinen anarchischen Geist, gleichzeitig aber auch auf die heutige Alt-Right-Bewegung und linke Selbstheilungspraktiken.
Im zweiten Film, Eigner, ein Auftragswerk des steirischen herbst, setzt sich derselbe Protagonist unmittelbar mit der deutschen NS-Vergangenheit auseinander und besucht die Gedenkstätte Buchenwald. Statt der Existenz des Lagers aus dem Weg zu gehen, schließt er die Gegensätze von Täter und Opfer zärtlich in seine Arme.
Retrospektive
Retrospektive