Sarnath Banerjee
Fathers (2024)
Auftragswerk
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
Daten
20.9.2024–16.2.2025
Details
Zeichnungen und Texte
Ort
Neue Galerie Graz, Graz
Teil von
Horror Patriae: Ausstellung
Produktionsangaben
In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ʼ24
Peter Rosegger und Rabindranath Tagore waren 1913 beide im Rennen um den Literaturnobelpreis. Sie waren Zeitgenossen, sind sich aber nie begegnet. In einer Reihe von Zeichnungen mit Bildunterschriften, die sich wie eine kleine Graphic Novel lesen (eine Gattung, für die er bekannt ist), erkundet Sarnath Banerjee geschickt die parallelen Entwicklungen ihrer Leben und die großen sozialen und kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Nationaldichtern.
Im Gegensatz zu Rosegger wurde Tagore in eine der reichsten bengalischen Familien hineingeboren. Er war ein vollendeter Kosmopolit und überzeugter Anhänger des Universalismus. Seine Ansichten galten nicht nur in Europa, sondern bis zu einem gewissen Grad auch in Indien als exotisch. Als der bengalische Dichter den Literaturnobelpreis gewann, wetterte die österreichische Presse rassistisch gegen ihn, und der steirische Landtag reichte eine formelle Beschwerde ein. Banerjee untersucht die seltsamen Zufälle und Gemeinsamkeiten in den Biografien der beiden und blickt über die Mechanismen der Dichterverehrung hinaus auf die Menschen hinter dem Mythos.
Retrospektive
Retrospektive