2010

steirischer herbst ’10
Meister, Trickster, Bricoleure – Virtuosität als Strategie für Kunst und Überleben

Intendanz
Veronica Kaup-Hasler

Festivaldaten
24.9.–17.10.2010

Kuratorisches Team
Leitender Dramaturg & Kurator: Florian Malzacher

Dramaturgin: Kira Kirsch

Kurator Bildende Kunst: Reinhard Braun

Künstleriche Assistenz: Gerda Strobl

Künstlerischer Beirat: Hannah Hurtzig, Frie Leysen, Berno Odo Polzer, Sergej Goran Pristaš, Georg Schöllhammer, Gesa Ziemer

„Das diesjährige Leitmotiv des steirischen herbst spielt mit all diesen Aspekten von Virtuosität, ohne dass sich alle künstlerischen Arbeiten direkt und offensichtlich darauf beziehen müssen. Es ist der Rahmen, in dem die zahlreichen Ausstellungen, Aufführungen, Theorieveranstaltungen ihre eigenen Schwerpunkte setzen und sich so – mal geplant, mal überraschend – ergänzen.“ 
—Veronica Kaup-Hasler

Mit dem Leitmotiv Virtuosität begab sich der steirische herbst ’10 erneut in einen Spannungsbogen der Deutungsoffenheit: von der mit der Moderne in Verruf geratenen meisterhaften Beherrschung eines Instruments über die Virtuosität der Trickster und Taschendiebe zur Neuinterpretation des Begriffs durch Paolo Virno als Notwendigkeit und Normalität beim Vereinen von Beruf, Leben und Sozialem. 

Das nomadische Festivalzentrum kehrte in diesem Jahr zurück ins Forum Stadtpark (gestaltet vom jungen österreichischen Architektenteam feld72), wo etwa über acht Tage ein Casino of Tricks eingerichtet war, ebenso wie wie das Film- und Tonarchiv Flight Case Archive von Hannah Hurtzig / Mobile Akademie oder die zweitägige Konferenz zu Virtuosität als Strategie für Kunst und Überleben (kuratiert von Florian Malzacher und Sibylle Peters) mit einem Abschlussvortrag von Friedrich Kittler.

Virtuosität (im herkömmlichen Sinne) begegnete einem auch in den Choreografien This is how you will disappear von Gisèle Vienne und I don’t believe in outer space von William Forsythe sowie in der Marathonperformance des Pianisten Marino Formenti und der Musik vom Arditti Quartett und Klangforum Wien als Teil des musikprotokoll.

Neben Einzelausstellungen von Franz West im Kunsthaus und Matts Leiderstam im Grazer Kunstverein untersuchte der zweite Teil von Utopie und Monument, Über die Virtuosität des Öffentlichen, das Potenzial des öffentlichen Raums als „Erscheinungsraum“ (Hannah Arendt) mit Auftragsarbeiten unter anderem von Kader Attia, Andrea Fraser, Isa Genzken, John Knight und der Kooperative für Darstellungspolitik.

Programm

Eröffnung

Festivalzentrum

Theater / Performance / Tanz

Ausstellungen

Musik

Theorie / Diskurs / Spielfeldforschung

Literatur / Buch

Kinder und Jugendliche

Festivaleröffnung

24.09., 19:30 
Helmut List Halle
Christine Gaigg / Bernhard Lang / Winfried Ritsch / Philipp Harnoncourt (A) - Maschinenhalle #1
Lali Puna (D) - Our Inventions 

Veranstaltungsorte

< rotor >

Camera Austria

Citypark / Information

Dom im Berg

Dom im Berg, Orpheum

ESC im LABOR

Festivalzentrum im Stadtpark

Festivalzentrum im Stadtpark, Stadtpark

Generalmusikdirektion

Generalmusikdirektion, Helmut-List-Halle

Grazer Kunstverein

Grazer Stadtgebiet

Helmut-List-Halle

Ingenous / Business Park Gleisdorf

Jakoministraße 32

Kunsthaus Graz

Kunstverein Medienturm

Literaturhaus Graz

MUMUTH

Next Liberty Jugendtheater

Pavelhaus / Pavlova hisa

Romantik Parkhotel Graz Bar

Schauspielhaus Graz

TU Chemieersatzgebäude

stadtmuseumgraz

stadtmuseumgraz, Helmut-List-Halle

Öffentlicher Raum Graz, Ausstellungspavillon Tummelplatz

Publikationen

Programmbuch des steirischen herbst 2010: steirischer herbst festival gmbh, steirischer HERBST (Graz: 2010)

 

steirischer herbst festival gmbh, herbst. Theorie zur Praxis (Graz: 2010)

steirischer herbst, Archiv Peter Piller. Materialien (D). Peripheriewanderung Graz (Graz: Edition Camera Austria, 2010)

Retrospektive
Retrospektive
Retrospektive